Veränderungen

Veränderungen können einen ganz schön einschüchtern. Die Ungewissheit, die sie auslösen ist ein wenig beängstigend. Wir verlassen die altbekannten Pfade und müssen uns Schritt für Schritt ins Unbekannte vortasten.

Meine Übersiedelung hat sich die letzten Monate hingezogen, von den ersten Ideen, euphorischen Plänen, über jede Menge Rückschläge, und dem fast schon unerwarteten Happy-End. Das war genug Zeit, alle Für und Wider abzuwägen. Das neue Studio wird großartig!

Als ich diese Woche mein Studio in der Erdbergstraße abgebrochen und nach Liesing übersiedelt habe sind mir aber doch wieder Zweifel gekommen: War das die richtige Entscheidung? Ist es für meine Schüler akzeptabel, dass sie jetzt ans andere Ende der Stadt kommen müssen? Was wenn es nicht klappt?

Das schöne neue Studio am Liesinger Platz, so machen Veränderungen Spaß
Mein neues helles Studio in Liesing

Bei der Kündigung des Mietvertags des alten Studios hatte ich wieder ein leicht mulmiges Gefühl. Hier habe ich viele Jahre musiziert und unterrichtet, unzählige schöne Stunden verbracht. Jetzt ist es „weg“, jetzt gibt es kein Zurück mehr!

Das alte Studio in der Erdbergstraße
Schön war’s in der Erdbergstraße. Aber Veränderungen müssen manchmal sein.

Veränderungen beim Üben

Auch beim Üben können uns Veränderungen helfen. Wenn Du seit Wochen die selben Übungen machst, die selben Lieder spielst, und Du merkst, daß irgendwie nichts weitergeht und Du Dich nicht mehr verbesserst; Wenn Du das Gefühl hast, daß Du sogar schlechter wirst, dann ist es vielleicht Zeit für Veränderungen.

Lass das alte Material ein paar Tage bei Seite, und übe und spiele was anderes! Such Dir einen Song, den Du immer schon geil gefunden hast, und studier ihn ein. Such Dir eine schwierige Übung, die Du früher nie spielen konntest, oder wechsle mal von der Akkustischen zur E-Gitarre.

Ch-ch-ch-ch-changes

David Bowie

Eingefahrene Muster aufbrechen

Obwohl wir beim Gitarre Spielen auf automatisierte Bewegungsmuster vertrauen, die wird durch unzählige Wiederholungen erlernen, ist es manchmal hilfreich, alte Muster aufzubrechen um uns zu verbessern.

Daß das kein leichtes Unterfangen ist merken wir, wenn wir ungewollte Bewegungsmuster ändern wollen, wenn wir „eingelernte Fehler“ oder „schlechte Angewohnheiten“ verbessern wollen.

Veränderungen sind unausweichlich

Wir können Veränderungen nicht aufhalten, sie gehören zum Leben einfach dazu. Wir brauchen keine Angst vor Veränderungen haben. Machen wir einfach das Beste draus.

„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“

Heraklit

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