Live is Life – die beste Nebensache der Welt

„Live is Life, nana na nana“

Opus

Musik zu machen ist eine der besten Sachen, die es gibt auf der Welt. Und das Beste beim Musik machen ist es, es mit Anderen gemeinsam zu tun. Ob als Zuhörer oder Mitmusiker, es gibt fast nichts Schöneres.

Live Musik ist pure Energie

Musik ist eine vergängliche Kunstform. Ein paar Minuten und das Lied ist wieder vorbei. Aber in dieser begrenzten Zeit ist die Musik in der Lage, Engerie und Emotionen zu erzeugen und zu übertragen wie kaum eine andere künstlersche Ausdrucksform. Musik kann uns erschrecken, erfreuen, motivieren oder zu Tränen rühren.

Und diese Emotionen werden noch potenziert, wenn wir sie gemeinsam mit Anderen erleben. Das ist die Power von LIVE! Das ist es, was Live-Konzerte zu einem unglaublich berührenden Erlebnis machen kann. Sowohl für die Musiker, als auch für das Publikum.

Vor und für Andere zu spielen, und gleichzeitig Sender und Empfänger für diese Energie zu sein, ist eine der schönsten Seiten des Musizierens.

Live vor Publikum zu spielen ist eine der schönsten Seiten des Musizierens.
(c) Paolo Paradiso / Shutterstock.com

The Show Must Go On

Als Musiker stellt uns die Live Situation vor einige Herausforderungen: Gewisse Dinge, auf die wir uns daheim beim Spielen verlassen können, funktionieren plötzlich nicht mehr. Wir können nicht einfach stoppen und neu beginnen. Das geht live einfach nicht.

Auch das Timing ist von grosser Bedeutung. Daheim beim Üben können wir vor einer schwierigen Passage einfach das Tempo ein wenig rausnehmen. Das geht beim gemeinsamen Musizieren nicht. Der Zug ist unterwegs und fährt immer weiter. Wer runterfällt muss schauen, dass er schleunigst wieder aufspringen kann, denn der Zug wird für ihn nicht stehenbleiben.

Darüber hinaus – der vielleicht wichtigste Punkt – wollen wir Musik machen, die uns und unsere Zuhörer berührt. Wir wollen „schön“ und flüssig spielen und uns nicht auf die Technik und Mechanik konzentrieren müssen, sondern auf die Energie und die Emotionen, die wir durch die Musik kommunizieren wollen.

Lampenfieber

Live vor anderen zu spielen ist allerdings auch psychisch eine grosse Herausforderung. Es ist nicht nur die Technik, die reine Spiel-Mechanik, sondern auch unsere Psyche, die uns Schwierigkeiten bereitet.

Wir wollen einfach nicht abstinken.

Wir haben Angst zu scheitern, unser Puls schnellt in die Höhe und unsere Muskeln verkrampfen. Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen für präzise, feinmotorige Bewegungen der Finger, die auch noch musikalisch klingen sollen.

Wieviel bleibt Live von unserem Können übrig 

Live zu spielen ist der wahre Test unseres Könnnens: Wieviel können wir in dieser stressigen Ausnahmesituation abrufen? Wie gut haben wir das Gelernte wirklich verinnerlicht?

Es ist oft viel weniger als man glaubt. Das kann eine sehr ernüchternde Erkenntnis sein. Und sehr frustrierend.

Im Endeffekt ist Live Spielen der ultimative Test, wie gut Du die Basics gemeistert hast. Und nach Deinem ersten Auftritt wirst Du das grosse Bedürfnis haben, die Grundlagen noch besser zu üben und zu vertiefen.

Aber verzweifle nicht, das geht jedem so! Die gute Nachricht ist: Durchs Live Spielen lernst Du unglaublich viel.

Durch einen Auftritt vor Menschen lernst Du viel mehr als durch gemeinsames Spielen im Proberaum, und um ein Vielfaches mehr als bei einer Stunde Unterricht oder allein daheim beim Üben.

Live spielen – es gibt fast nichts Schöneres

Wir gehen sehenden Auges durchs Feuer und sind am Ende glücklich und besser und als Gitarrist und Mensch gereift. Unabhängig vom Ausgang. Denn auch schlechte Performances und können extrem lehrreich sein.

Wenn es zusätzlich noch einigermaßen gut läuft, dann ist es nicht nur lehrreich, sondern auch ein unbeschreiblich schönes Erlebnis. Und oben drauf gibt’s dann noch Applaus und Anerkennung.

Das kann richtig süchtig machen. Wer schon mal auf der Bühne gestanden ist und die Achterbahn der Gefühle erlebt, durchgestanden und im Endeffekt genossen hat, der möchte es wieder und wieder erleben. Und man beginnt manch alte abgehalfterte Künstler zu verstehen, die es eigentlich besser sein lassen sollten, aber einfach nicht aufhören können.

Am besten einfach ausprobieren

Falls Du den Eindruck hast, bei Deinem Können auf der Gitarre geht nichts so richtig weiter, sind öffentliche Auftritte vielleicht der Anstoß den Du brauchst.

Möglichkeiten Live zu spielen gibt es zuhauf: Abends zusammen mit Freunden, am Lagerfeuer, auf der Straße, bei Open Mics, oder mit der eigenen Band bei einem Bandcontest oder selbst organisierten Konzert.

Es kann extrem beängstigend sein – ganz knapp davor ist es übrigens am Schlimmsten – aber Du wirst es überstehen. Gib Alles was Du hast und genieße es.


 

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