Geh so weit Du sehen kannst

„Geh so weit zu sehen kannst; Wenn Du dort ankommst, wirst Du weiter sehen können.“ – dieses Zitat wird J. P. Morgan, dem Gründer der gleichnamigen Bank, zu geschrieben.

Go as far as you can see; when you get there, you’ll be able to see farther.

J. P. Morgan
Geh so weit zu sehen kannst; Wenn Du dort ankommst, wirst Du weiter sehen können.
(c) iraua / Shutterstock.com

Der Horizont bewegt sich mit Dir mit

Ganz egal, wo Du gerade stehst, Du kannst nur bis zu einem gewissen Punkt sehen. Wenn Du Dich weiter vorwärts auf den Horizont zu bewegst, bewegt sich der Horizont mit Dir mit. Ganz egal, wie weit Du gehst, Du kannst immer noch weiter gehen. Das einzige Limit ist Dein Wille und Deine Ausdauer.

Unser Können und Wissen sind auch dadurch beschränkt, wie viel wir nicht wissen, wie wenig wir uns über das unentdeckte Land – das Alles, was wir noch nicht kennen – bewußt sind.

Je mehr wir lernen, desto mehr neue unbekannte Dinge entdecken wir auch.

Es ist ein Weg und kein Ort, den wir erreichen können

Können, oder das Meistern eines Instruments, ist kein konketer Ort oder Zeitpunkt, den man irgendwann erreicht hat. Es gibt keine Ziellinie und keine Siegerehrung. Es ist ein Prozess, der niemals zu Ende geht.

Wie weit Du auf Deinem Weg als Gitarrist auch gekommen bist, Du wirst immer neue Ziele in der Ferne am Horizont erkennen. Das Gefühl, es geschafft zu haben, es erreicht zu haben, stellt sich deshalb eigentlich niemals ein.

Das kann schon sehr frustrierend sein. Wenn wir aber immer weitergehen und versuchen, den Horizont zu erreichen, werden wir immer besser. Die manchmal entmutigende Erkenntnis, Perfektion nicht erreichen zu können, ist so Jammern auf immer steigendem hohem Niveau.

Geh so weit Du sehen kannst, einen Schritt nach dem Anderen

Die großen Träume und Ziele sind wichtig für die generelle Richtung, die unsere musikalische Entwicklung nehmen soll, sie sind aber nicht sehr hilfreich für den tatsächlichen Weg dorthin.

Es ist wichtig, die Schritte zu machen, die man sehen kann. Hinter dem Horizont gehts weiter, aber wir können noch nicht sehen, wie genau. Kümmern wir uns zuerst um die unmittelbaren Schritte und gehen sie. Wenn wir den Horizont erreicht haben sehen wir die dann folgenden Schritte klar vor uns.

Unsere großen Träume, unsere langfristigen Ziele liegen meist weit hinter dem Horizont, jenseits des Sichtbarens und konkret Vorstellbarens.

Wenn wir die grobe Himmelsrichtung, in die es gehen soll, kennen, dann können wir los gehen. Welche Schritte muss ich jetzt gehen, um erst einmal zum Horizont zu gelangen?

Ab und zu sollten wir kontrollieren, ob wir noch in die richtige Richtung unterwegs sind, und dann konzentrieren wir uns gleich wieder auf die kleinen Schritte vor unserer Nase.

Gib Dich nicht zufrieden

Das Zitat sagt aber auch, uns nicht mit dem Status quo zufrieden zu geben.

Da ist immer noch mehr. Mehr zu lernen und zu entdecken. Es ist einer der wunderbaren Aspekte beim Spielen eines Instruments, dass es da immer noch mehr gibt. Wir werden niemals an den Punkt gelangen, an dem wir „fertig“ sind.

Aber es ist auch mit gewissen Anstrengungen und Arbeit verbunden. Es ist notwendig, offen zu bleiben für Neues, und bereit zu sein, unbekannte Wege zu beschreiten.

Diese neuen Dinge sind zwangsläufig Dinge, die wir noch nicht (gut) können, wir sind gezwungen, unsere Komfortzone verlassen. Wir haben Angst uns zu verlaufen oder zu blamieren. Das ist völlig natürlich und gehört ein wenig dazu.

Geh so weit Du sehen kannst – einfach immer weitergehen

Wenn Du nicht weißt, ob Deine Bemühungen und Anstrengungen Dich in die wirklich weiterbringen, geh einfach so weit zu sehen kannst.

Wenn Dich der Frust packt, und Du Gefahr läufst, die Lust zu verlieren, geh einfach so weit zu sehen kannst.

Geh so weit zu sehen kannst; Wenn Du dort ankommst, wirst Du weiter sehen können.

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